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Bibelstellen zu den den lichtreichen Geheimnisse

1 – DER VON JOHANNES GETAUFT WORDEN IST.

Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus (3, 13 f.)

Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johan-nes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm:
„Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir?“
Jesus antwortete ihm:
„Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz er-füllen.“ Da gab Johannes nach. 
Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Got-tes wie eine Taube auf sich herabkommen.
Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach:
„Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefun-den habe.“ 

2 – DER SICH BEI DER HOCHZEIT IN KANA OFFENBART HAT.

    Aus dem hl. Evangelium nach Johannes (2, 1 f.)

    Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. 
    Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: „Sie haben keinen Wein mehr“. 
    Jesus erwiderte ihr:
    „Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht ge-kommen“. 
    Seine Mutter sagte zu den Dienern: „Was er euch sagt, das tut!“ 
    Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reini-gungssitte der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. 
    Jesus sagte zu den Dienern:
    „Füllt die Krüge mit Wasser!“
    Und sie füllten sie bis zum Rand. 
    Er sagte zu ihnen:
    „Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verant-wortlich ist!“
    Sie brachten es ihm.
    Dieser kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wuss-te nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm:
    „Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt.“ 
    So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offen-barte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaubten an ihn. 

    3 – DER UNS DAS REICH GOTTES VERKÜNDET HAT.

    Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus (4, 17 f. und 5, 1 f.)

    Von da an begann Jesus zu verkünden: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“
    Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. 
    Da sagte er zu ihnen:
    „Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ 
    Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. 
    Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her.
    Er rief sie und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus nach.
    Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkün-dete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krank-heiten und Leiden. 
    Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Man brachte alle Kranken mit den verschiedensten Gebrechen und Leiden zu ihm, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte, und er heilte sie. 
    Scharen von Menschen aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusa-lem und Judäa und aus dem Gebiet jenseits des Jordan folgten ihm nach. 

      Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf den Berg.
      Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach:
      „Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmel-reich. 
      Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. 
      Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. 
      Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie
      werden gesättigt werden.
      Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. 
      Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. 
      Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt
      werden. 
      Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen
      gehört das Himmelreich. 
      Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. 
      Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Him-mel.“

      4 – DER AUF DEM BERG VERKLÄRT WORDEN IST.

      Aus dem hl. Evangelium nach Markus (9, 2 f.)

      Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein.
      Und er wurde vor ihnen verwandelt; seine Kleider wurden strah-lend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. 
      Da erschien ihnen Elija und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus:
      „Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bau-en, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija“. 
      Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. 
      Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke:
      „Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören“. 
      Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus.

      5 – DER UNS DIE EUCHARISTIE GESCHENKT HAT.

      Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus (26, 17 f.)

      Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten:
      „Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?“ 
      Er antwortete:
      „Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jün-gern das Paschamahl feiern.“ 
      Die Jünger taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte, und berei-teten das Paschamahl vor.

        Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch. 
        Und während sie aßen, sprach er:
        „Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern.“ 
        Da wurden sie sehr traurig und einer nach dem andern fragte ihn:
        „Bin ich es etwa, Herr?“ 
        Er antwortete:
        „Der die Hand mit mir in die Schüssel eintunkt, wird mich auslie-fern.  Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.“
        Da fragte Judas, der ihn auslieferte:
        „Bin ich es etwa, Rabbi?“
        Jesus antwortete:
        „Du sagst es.“ 
        Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lob-preis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte:
        „Nehmt und esst; das ist mein Leib.“ 
        Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sagte:
        „Trinkt alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ 
        Ich sage euch:
        „Von jetzt an werde ich nicht mehr von dieser Frucht des Wein-stocks trinken, bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von Neuem davon trinke im Reich meines Vaters.“
        Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.